Überspringen zu Hauptinhalt
SWR Berichterstattung

SWR BERICHTERSTATTUNG

“Emodrom” steigt beim Hockenheimring ein

Der Hockenheimring (Rhein-Neckar-Kreis) steht vor einer wirtschaftlichen Kehrtwende. Die Hockenheimring GmbH soll zum Teil privatisiert werden. Die “Emodrom Group”, eine Gruppe von vier Unternehmern, soll 75 Prozent der Anteile übernehmen.

Die “Emodrom Group” hat bereits auf eigene Kosten für 35 Millionen Euro für den Sportwagenhersteller Porsche ein “Experience Center” am Hockenheimring gebaut. Sie will künftig neben dem Rennbetrieb neue Einnahmequellen erschließen. Für rund 90 Millionen Euro will die “Emodrom Group” ein neues Hotel und ein Mobilitätszentrum am Hockenheimring bauen.

Finanzierung auf eigenes Risiko

Die Finanzierung dieses Projekts erfolgt auf eigenes privates Risiko, so Thomas Reister, der Sprecher der “Emodrom Group”.


Das Interview mit Thomas Reister finden Sie zu folgendem Link:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/thomas-reister-hockenheimring-investor-100.html


Im Gegenzug übernimmt die “Emodrom Group” 75 Prozent der Anteile an der Hockenheimring GmbH. Die Stadt wäre mit 25 Prozent zwar in der Minderheit, würde aber Eigentümerin der Rennstrecke bleiben.

Große Schuldenlast auf der Hockenheimring GmbH

Rund 28,6 Millionen Euro Schulden aus dem Rennstreckenumbau von 2002 lasten noch immer auf der Hockenheimring GmbH. Rund 40 Millionen Euro an zusätzlichen Investitionen für die Instandhaltung der Strecke wären nötig. Deshalb hat der neue Hockenheimer Oberbürgermeister Marcus Zeitler (CDU) die Teilprivatisierung vorangetrieben.

Das Interview mit Oberbürgermeister Marcus Zeitler finden Sie zu folgendem Link:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/oberbuergermeister-marcus-zeitler-zu-hockenheimring-ton1-100.html


Projekt verschiebt sich durch Corona-Krise

Die geplante und bereits im Gemeinderat besprochene Teil-Privatisierung der Hockenheimring GmbH sollte bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres über die Bühne gehen, und zwar nach einer offiziellen Bürgerinformationsveranstaltung. Doch diese musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Je schneller diese nachgeholt werden könne und diese Kooperation mit der “Emodrom Group” starte, desto besser für die Stadt und den Hockenheimring, so Oberbürgermeister Marcus Zeitler (CDU).

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/oberbuergermeister-marcus-zeitler-zu-kooperation-mit-emodrom-100.html


Formel 1 verhandelt mit Ersatz-Gastgebern für Not-Kalender

Spekuliert wurde zuletzt ebenfalls, dass auch der eigentlich für diese Saison nicht vorgesehene Hockenheimring für einen Grand Prix einspringen könnte. Die Formel 1 ist weiter auf der Suche nach Strecken für ihren Not-Kalender und verhandelt auch mit bislang für dieses Jahr nicht eingeplanten Gastgebern.

Ziel bleibe es, die Saison mit zwei Rennen ohne Zuschauer im österreichischen Spielberg am 5. und 12. Juli zu beginnen. Nach dem kurzfristig abgesagten Auftakt in Australien im März wurden alle WM-Läufe bis Ende Juni gestrichen oder verschoben.

An den Anfang scrollen