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Land Will Seine Kontakte Zum Ring Vertiefen

Mobilitätszentrum Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut von “Spannenden Konzepten” angetan / Gemeinsam Perspektiven für Zukunftsthema entwickeln.

Bei ihrem ersten Besuch am Hockenheimring im Juli 1988 hatte Nicole Hoffmeister-Kraut noch keinen Doppelnamen, aber ein Ticket fürs Michael-Jackson-Konzert. Für ihre zweite Visite standen ihr am Mittwoch alle Türen offen – denn seit Mai 2016 ist sie Landesministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Definitive Zusagen für eine finanzielle Beteiligung des Landes bei der Weiterentwicklung des Rings zu einem Mobilitätszentrum wollte Hoffmeister-Kraut nicht machen, doch sei ihre Visite „kein Höflichkeitsbesuch“ gewesen.

Es sei ein wichtiger Auftakt gewesen, Kontakte zu knüpfen, die weiter vertieft werden sollen. „Wir haben verschiedene Ideen diskutiert, auch im Bereich Start-up, in dem wir vom Land eine große Initiative auf den Weg gebracht haben“, sagte die Ministerin. Angesichts der „spannenden Konzepte“ will sie sich mit ihren Mitarbeitern im Ministerium Gedanken machen, „welche Perspektiven wir hier auch gemeinsam eröffnen können“, sagte sie.

Vermittelt hatte den Besuch CDU-Landtagsabgeordneter Karl Klein. „Dass sich der Hockenheimring weiterentwickeln muss, ist uns allen bewusst: Er muss sich gesellschaftlich anpassen an neue wirtschaftliche Entwicklungen“, sagte Klein. Die verkehrsgünstige Lage in der Metropolregion Rhein-Neckar biete dafür alle Möglichkeiten in Kooperation mit Wirtschaft, Wissenschaft und Start-ups, die gerade in diesem Bereich in sehr großer Anzahl unterwegs seien.

Bild: © emodrom group / K.Chaparro

Besuch ein „riesengroßes Signal“

Oberbürgermeister Marcus Zeitler, der auch Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Hockenheimring GmbH ist, dankte Klein für seine Initiative. Er zeigte sich zuversichtlich, dass in weiteren Gesprächen mit dem Land „gewisse Vorstellungen konkretisiert“ werden. Dass die Ministerin bereit war, sich die Pläne vor Ort vorstellen zu lassen und die Ideen mit nach Stuttgart zu nehmen, ist für den OB „ein riesengroßes Signal“, ein guter Anfang des Jahres 2020.

Positiv stimmte Zeitler außerdem, dass sich auch Vertreter der Messe Stuttgart ein Bild machten. „Wir sind in einem Stadium, in dem wir einen Vertragspartner suchen, der mit uns zusammen die Zukunft des Rings gestaltet, gerade im Bereich der alternativen Antriebe, der Mobilität, aber auch als Wirtschaftsstandort“, fasste der OB zusammen. Seit 2012 habe Hockenheim mit Emodrom einen sehr guten Partner, mit dem die Kooperation intensiviert werden solle – „da sind wir uns alle einig“. Was dabei herauskommt, entscheide der Gemeinderat.

„Wichtiges Zukunftsthema“

Das Gespräch mit der Wirtschaftsministerin habe gezeigt, dass der Hockenheimring „lange nicht tot ist, sondern Visionen und Ideen hat, auf die er die Zukunft aufbauen kann“, sagte Zeitler. Er unterstrich, dass man dabei auf die Unterstützung des Landes und der Partner hoffe.

Der Ring habe als Veranstaltungsstandort eine große ökonomische, und Innovationsbedeutung für die Metropolregion, aber auch für das Land. „Ich begrüße es sehr, dass die Verantwortlichen neue Wege gehen und neue Konzepte entwickeln und umsetzen, die sich mit einem ganz wichtigen Zukunftsthema für Baden-Württemberg beschäftigen: der Zukunft der Mobilität.“

Ganz wichtig sei, dass dabei auch privatwirtschaftliches Engagement eingebracht wird, das ermögliche Investitionen in einem ganz anderen Umfang, als das in der Vergangenheit der Fall gewesen sei. Die Ideen seien spannend – vom Porsche Experience Center über die E-Cart-Anlage bis hin zur Messe „E4-Testival“.

Emodrom-Geschäftsführer Thomas Reister freute sich über die Möglichkeit, die innovative Botschaft in Richtung Landesregierung tragen zu können. Der Auf- und Ausbau des Standorts gehe über ein rein privatwirtschaftliches Konzept hinaus.

Jorn Teske, mit Jochen Nerpel Geschäftsführer der Hockenheimring GmbH, begrüßte die gemeinsam erarbeitete Entwicklung. Motorsport stecke zwar in der DNA des Rings tief drin, aber allein könne er nicht die Zukunft sein. Die Voraussetzungen, ein Mobilitätszentrum zu entwickeln, seien perfekt, am Erhalt des Rennsports werde die Ring GmbH trotzdem mit aller Kraft arbeiten.

Bilder: © emodrom group / K.Chaparro

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